AdA Treffen in Bad Brückenau

70 Jahre wird sie, die Bundesrepublik und seit dem hat sich einiges getan. Das Digitale Zeitalter hat Einzug gehalten, analoge Dinge wie Kassetten, Karteikarten und Disketten sind Speichermedien wie USB Sticks, Speicherkarten und Cloud-Diensten gewichen. Selbst die gute alte CD und DVD hat mittlerweile (fast) ausgedient. Ein Handy verfügt heutzutage über Speicherplatz und Rechenleistung, da hätte so mancher professionell genutzte Computer in den 80er Jahren nur neidisch werden können. Was in Zeiten von E-Mail, Fax, SMS und WhatsApp Nachricht dennoch geblieben ist, ist das Sammeln von Autogrammen und Autographen. Die Arbeitsgemeinschaft der Autographensammler (AdA) hatte zum Jahrestreffen mit Tauschbörse, Ausstellung und Starbesuch geladen. All dies geschah an historischer Stätte. Der Ausstellungsort hat selbst nämlich Geschichte geschrieben. Im Kuppelsaal des Hotels Dorint im bayerischen Staatsbad Bad Brückenau tagte 1948 der Ellwanger Kreis unter Konrad Adenauer und hier fiel nachweisbar erstmals der Name „Bundesrepublik Deutschland“. 

Nach der am Samstagmorgen stattfindenden Mitgliederversammlung ging es zur Tauschbörse im Nebenraum, wo bereits einige bekannte Gesichter der Sammlerszene in Deutschland warteten.  Im Raum der Tausch & Verkaufsaktivitäten waren altbekannte Sammler vor Ort: u.a. Hans Schmid, Markus Brandes, Romanus Krick, Ron Dabritz, Achim Pfeiffer, Sabine Ingold, Peter Schwarzlose und einige ältere AdA Mitglieder, wo mir der Name gerade nicht einfallen will.

Die im Anschluss stattgefundene und wirklich sehr gut gemachte Talkrunde mit prominenten Zeitzeugen wie Harald Jäger (Maueröffner im Jahr 1989) und Martin Semmelrogge („Das Boot“) mit anschließender Autogrammstunde brachte jede Menge „Laufkundschaft“ aus dem Ort bzw. umliegenden Gegenden ein. Darunter auch einige Lokal „Promis“ wie einen Bundestagsabgeordneten mit seiner Familie.

Die drei Stargäste hatten allesamt interessante und kurzweilige Geschichten parat und besonders der Co-Pilot der Landshut hätte noch stundenlang weiter erzählen können. Die im Anschluß abgehaltene Signierstunde erfreute sich besonderer Beliebtheit. Gegen eine Spende von 1 bzw. 2 EUR konnten entsprechende Autogrammkarten / Fotos erworben werden. Diese und natürlich auch alles mitgebrachte Material signierten die drei Herren gern und standen auch freundlich für Fotos zur Verfügung. Besonders Schauspieler Semmelrogge hatte sichtlich Spaß an den verschiedenen vorgelegten Fotos und Alben, die ihm zur Unterschrift vorgelegt worden sind. Nach erfolgreicher Autogrammstunde und Foto-Session begaben sich einige Gäste noch an die Hotelbar, um mit den Prominenten noch weiter zu diskutieren und sogar das eine oder andere Kaltgetränk zu bestellen. Weiterhin frequentiert wurde die Ausstellung „70 Jahre BRD“ von zahlreichen Besuchern. Es gab nämlich nicht nur Autogramme und Autographen zu sehen. Eine interessante Exponate zeigten verschiedene Epochen z.B. der Filmgeschichte und Politik. So waren u.a. einige Filmrequisiten aus dem Wolfgang Petersen Film „Das Boot“ zu sehen. Eine andere Vitrine zeigte Dinge aus dem Privatbesitz von Altkanzler Helmut Kohl.  Dennoch gibt es auch Anlaß zur Sorge. Wie alle Vereine und Organisationen hat auch die AdA (weiterhin) massive Nachwuchssorgen und kann auch zu einem Mitgliedertreffen leider weniger Personen als erwartet versammeln. Im Höhepunkt, also der Talkrunde, schätze ich den Andrang auf ca. 100 Personen gleichzeitig. Dem AdA Vorstand um Erhard Belz (1. VS) und Heinz-Ulrich Kammeier (2. VS) kann man nur danken und gratulieren, zu so einer tollen Veranstaltung, die von guter Organisation lebt und nur so zu gewährleisten ist. Definitiv ein Event, der deutlich mehr Besucher und Interessenten verdient hätte.

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