Aus einer Schnapsidee wird Wirklichkeit. Mit dem 9-Euro-Ticket ins Panzermuseum nach Munster (NDS).

Ich starte noch gut gelaunt um 
6:41 Uhr in Göttingen mit dem Bus.

 

Am Göttinger Bahnhof geht es weiter
mit : RE  2 nach Hannover (7:07 Uhr). Der Zug hat so viel Verspätung (23
Minuten) , dass ich befürchte den Anschluss nach Uelzen zu verpassen. 🤔

Meine Sorge ist unbegründet, der
Anschluss-Zug fällt ersatzlos aus.😯

Nun also 50 Minuten später
weiter… 

 

Durch den Ausfall ist der Zug wirklich voll. Jede Menge junge Leute, aber auch Rentner mit albernen Hüten, die den (Un-) Ruhestand nun in vollen Zügen genießen wollen.  Es riecht nach Desinfektionsmittel, 4711 und Non-Chalance.😬

Sitzplätze sind Mangelware, man kommt an Orten vorbei in denen fast niemand ein- oder aussteigen möchte: Langenhagen,Isernhagen etc. 

Weitere 9 Minuten Verspätung werden eingefahren (wg. Bauarbeiten).

Damit dürfte der nächste Anschluss-Zug auch dahin sein. 😡

Inzwischen ist auch klar, warum im Metronom kein Alkohol konsumiert werden darf. Die Leute wären wohl nur am rumrandalieren. 👮‍♀️

Am besten sind eh die Ansagen der Zugbegleiter während der Fahrt, die entweder zu leise, zu laut oder durch das Handystörgeräusch beim Lautsprecher kaum zu hören sind. 

 

Der Uelzener (Hundertwasser-) Bahnhof ist nur äußerlich schön. Es gibt eine Handvoll Gleise, die heissen aber gleich großspurig 301,302, 303 usw.

Im Bahnhof riecht es nach Zigaretten-Rauch, Schweiß und komischerweise nach Vanille.

Der Anschluss nach Munster scheint zu klappen, am besten nicht zu früh freuen.

Mein in Hannover für 1,89 Eurogekauftes Croissant schmeckt leider so trocken wie es traurig ausschaut. Immerhin ist es Bio.

Die Fahrt in der Regionalbahn von Uelzen nach Munster ist die einzige, die bislang reibungslos klappt. Es gibt sogar Sitzplätze für alle (sogar für Radfahrer).

Erstmalig will einer mein Ticket kontrollieren. Na endlich, immerhin ist das meine 0-Euro Tour, die bezahlten 9 Euro hatte ich bereits in Hamburg und Göttingen Anfang des Monats „verfahren“.

 

Der Bahnhof in Munster sieht aus wie ein „Lost Place“ im Film, alt, abgeranzt , ohne Technik, immerhin gibt es hier 2 Gleise (gibt ja auch 2 Fahrtrichtungen)…😎

 

 

 

Nun heißt es die letzten 1,5 km bis zum Museum zu überwinden. Bei 27 Grad, ohne Wind, einfach mal den „Fuß-Bus“ genommen. Ein anderer ist auch nicht zu sehen, später werde ich einen Minibus mit Anmeldung entdecken…

Im Museum läuft alles dann wie am Schnürchen. Massenhaft Panzer, Flak-Geschütze und andere Fahrzeuge aus BRD, DDR, USA und GB werden gut beschildert dargestellt. 

Insgesamt bleibe ich fast 3 Stunden, inkl. einem kleinen Imbiss. Das Museum verfügt über ein kleine Café mit Kuchen und Getränken. Essen darf man leider nur draußen. Nach 1 Minute
taucht die erste Wespe auf 😡. Ob man im Winter wohl auch draußen essen muss ?

Die Rückfahrt erfolgt nach wiederum ca. 15 Minuten Laufen zum Bahnsteig, einen Bus habe ich erst am Bahnhof gesehen, lt. Beschreibung „nur auf Anforderung“, was auch immer das
heißt.  Eindeutig ein Minuspunkt für alle, die ohne Auto hier sind.

Immerhin ist die Bahn nach Soltau pünktlich und ab geht es. In Soltau bleiben nur 4 Minuten zum
Umsteigen, kein Problem, da keine Verspätung entstanden ist.

Aber die startet jetzt in Richtung Hannover. Die ersten 3 Minuten sind schon weg, bevor der Zug überhaupt anfährt. Weitere 12 Minuten verliert die Bahn mitten auf der Strecke. Im Zug entsteht ein Wortgefecht zwischen einem angetrunkenen Mann  und einer älteren Dame. Um was es geht weiß ich nicht.
Öfter mal werfen sich die beiden vor, keinen Respekt zu haben. Dann bezeichnet
der Mann die Frau als „alte Hexe“. 

Die nächsten 30 Minuten sind weg. Dazu noch ein Gleiswechsel von 8 auf 7, ohne App wäre ich ahnungslos. Jetzt erstmal was zum Abendessen holen.  Im Bahnhof in Hannover gibt es die
berühmte Nudelbox mit Ente, lecker, aber mit 8,50 EUR auch nicht ganz günstig.

  Egal, dafür war das Ticket ja für lau.

 

 

 

 

 

 

Die Dame steht immer noch am Gleis mit dem Angetrunkenen und 4 weiteren Männern, die ihr offensichtlich behilflich in der Sache sind.

Lautsprecher-Ansagen am Bahnhof Hannover auf Englisch scheinen neuerdings von Native Speakern gemacht zu sein (nix mehr mit „thäng ju for träwelling“).

Erneuter Gleiswechsel, von 7 auf 8, also alles wie vorher 😝

 

41 Minuten Verspätung sind es dann bei Ankunft in Göttingen. Immerhin gab es einen Sitzplatz für
die letzten 120 km.  Auf der Fahrt gibt es keine besonderen Vorkommnisse, ein paar überforderte Eltern kleinerer Kinder nerven rum, aber ansonsten alles ok.

Die letzte Meile wird dann mit dem Bus ab dem ZOB zurückgelegt. 

Um 20:01 Uhr bin ich dann wirklich daheim.

Was für ein Trip.

Christian Bach 

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